Warum kann auf Edelstahl Flugrost auftreten?

Für die Fertigung von Teilen aus Edelstahl (Schwerthalter, Motorhalterungen, …) werden Edelstahlbleche mit der Werkstoffnummer 1.4571 verwendet.
Die Stahlseile (Wanten, Vorstag, Rahmenspannseile) sind aus Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4401.

 

Alle Teile, außer die Stahlseile, werden nach dem Bearbeiten (laserschneiden, schweißen, bohren, …) gebeizt. Zweck des Beizens ist es, Verunreinigungen wie z.B. Schweißzunder, Oxidschichten, Anlauffarben, Fremdrost und durch die mechanische Bearbeitung in die Oberfläche ingepresste metallische Bestandteile und organische Verunreinigung zu beseitigen.

Trotz hochwertigstem Material und nachbehandeln der Teile kann es zu feinster Rostbildung kommen. Hierbei handelt es sich meist um Flugrost. Flugrost entsteht wenn sich Metallpartikel, die durch die Luft oder das Wasser übertragen werden, sich auf den Edelstahlteilen absetzen. Die Metallpartikel setzen sich meist in Vertiefungen, Kerben, Kanten, … ab. Dabei rostet nicht der Edelstahl selber sondern die Metallpartikel. Wenn dieser Flugrost aber nicht regelmäßig beseitigt wird, kann sich die Passivschicht nicht bilden und der Edelstahl beginnt zu rosten.

Lösung: Den groben Flugrost mit Wasser und einer nicht metallischen Bürste wegbürsten. Den Rest mit Edelstahlpolitur auspolieren.

Edelstahl wird rostfrei durch „passivieren“. In Verbindung mit Sauerstoff bildet der Chromanteil im Edelstahl eine schützende Oxydschicht an der Oberfläche. Dieser Vorgang kann mehrere Tage dauern und bildet sich immer wieder, z.B. nach Beschädigung der Oberfläche.

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