Starkwind-Segelset / reffen / Windstärken

Kurz gesagt unsere Empfehlung:
Bis 4 Windstärken ist die Empfehlung, mit serienmäßigen Segel zu fahren. Ab 5 Windstärken ist das kleinere ‘STARKWIND-SEGELSET‘ empfohlen, weil bei diesem Wind auch stärkere Böen vorkommen können. Dies erleichtert die Bedienung durch geringeren Zug der Schoten und schont das Material.

Der HAPPY CAT wurde bis 6 Windstärken Einhand mit dem Serien-Großsegel getestet. Er kommt leicht auf einen Rumpf, daher sollte man die Großschot bei starkem Wind immer aus der Hand fahren. Bei Testfahrten sind teilweise sogar 2 Personen auf einem Rumpf gesegelt. Es ist abhängig vom Gewicht des Seglers, wie hoch der Kat aus dem Wasser kommt.

Das kleinere  ‘STARKWIND-SEGELSET‘ erhöht daher bei stärkerem Wind die Kippstabilität, reduziert die Belastungen der Bauteile und die Lebensdauer der einzelnen Teile wird verlängert.

 

Warum gibt es kein reffbares Großsegel?

Bei einem gerefften Großsegel gibt es einen dicken Wulst im unteren Bereich, dieser hat eine schlechte Aerodynamik, verursacht ein schlechtes Segelprofil, Falten und Knicke im Segel und ist generell störend, behindert die Sicht etc.

Am Wasser kann man bei starken Windverhältnissen mit entsprechendem Wellengang nur sehr schwer das Segel reffen. Genauso wenig kann man das große Segel gegen ein kleines tauschen.
Daher ist die Anwendung von einer kleineren Segelfläche so gedacht, dass bereits vor dem lossegeln die entsprechende Segelfläche gewählt wird. Ein maßgeschneidertes kleineres Segel funktioniert in diesem Fall besser, als ein gerefftes größeres Segel.

 

WENN DER WIND PLÖTZLICH ZU VIEL WIRD
Wenn man bereits am Wasser unterwegs ist und der Wind zu viel wird, kann man das Großsegel komplett weggeben und nur mit der Fock weiterfahren. Zahlreiche Rückmeldungen von Kunden haben eindeutig bestätigt, das es so am besten funktioniert.

 

VORSEGEL (NICHT) VERKLEINERN
Das Vorsegel kann komplett ausgerollt gefahren werden. Bei Prototypen gab es auch die Möglichkeit, das Vorsegel teilweise eingerollt zu verwenden. In der Praxis hat sich aber gezeigt, dass dies nie notwendig war, auch nicht bei viel Wind. Genauso hat sich bei den Praxistests gezeigt, das es keinen Sinn macht, ohne Vorsegel zu fahren.

 

IN DER PRAXIS BEDEUTET DAS ZUSAMMENGEFASST:
Wenn man beim Aufbau schon merkt, dass starker Wind herrscht und womöglich noch Kinder mit an Bord sind, kann gleich das kleinere ‘STARKWIND-SEGELSET‘ verwendet werden. Umgekehrt wenn weniger Wind ist, kann das größere Serien-Großsegel verwendet werden. Generell empfehlen wir, ab 5 Bft. das kleinere Segelset zu verwenden.

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