Matt

Welcher Typ des HC?

  • 19.06.2015
  • 0

Hallo alle zusammen,
Für bestimmte Unternehmungen suche ich einen Happy Cat, der für mich der geeignete ist.
Ich selbst bin erfahrener Segler, besitze neben Einrumpfbooten auch einen Nara 570 und segle ihn wahnsinnig gerne.
Gleichzeitig bin ich Kletterer und entdecke gerne neue Gegenden.
In den letzten Jahren bin ich vor allem mit dem Seekajak unterwegs gewesen, um das Unterwegssein auf dem Wasser und das Felsklettern bzw Bergsteigen zu verbinden.
Auch der Nacra diente als Tourenfahrzeug. Nur ist er fast zu unhandlich, um ihn auf den Strand zu ziehen bzw zu empfindlich bei Kiesstränden.
Mir ist bewusst, dass ein Happy Cat kein Segelfahrzeug mit festen Rümpfen ist. Dafür aber im PKW bzw im Zug zu transportieren.
Er soll als Fahrzeug eingesetzt werden, um zwei Personen Platz zu bieten. Das Reisen im Zug sollte gewichtsmäßig funktionieren. An Gepäck müssen Campingequipment und zwei Taschen mit Klettermaterial auf dem Kat untergebracht werden. Die Gepäckmenge entspricht derjenigen, die man in zwei sportlichen Seekajaks unterbringen kann. Und somit einem eher spartanischen Campingleben.
Die Segel sollten am besten die Möglichkeit des Reffens bieten bzw müsste der Kat für erfahrene Segler auch bei schwererem Wetter (Bft 5-6) handlebar sein, sodass eine Reiseplanung in küstennahen Gewässern auf dem Meer realistisch ist.
Ein HCU bzw HCL erscheint geeignet, allerdings vielleicht nicht groß genug?
Ein HCV hat eine größere Breite und Länge – gut fürs Gepäck. Nachteil Gewicht und nicht reffbar. Richtig? Ist er gutmütig genug?
Ein Evolution… hat ein Foliensegel und ist nicht reffbar. Aber vielleicht gutmütig genug?
Danke für Informationen
Viele Grüße Matt

  • gummiente

    Re:Welcher Typ des HC?

    • 22/04/2015

    Hallo Matt,
    der Happy cat evo wäre auch mein Vorschlag oder der vision ( diesen bekommt man allerdings fast nur noch gebraucht ist aber nicht schlimm).

    Ich selber führe Reisen mit dem Happy cat durch. Allerdings fahre ich nicht Bahn oder muss noch eine Kletterausrüstung mitnehmen. Ansonsten bin ich bis letztes Jahr mit dem vision auf Tour gewesen. Ich bekomme meine Camping Ausrüstung gut mit. Der Cat liegt mit dem zusätzlichen Gewicht gut im Wasser und ist mit zwei Personen und Gepäck gutmütig. Die Rümpfe können gut was ab. Kies macht denen nichts. Ich war an der Ostsee unterwegs und da ist nicht immer feinster Sand.

    Wenn Du aber einen Nacra gesegelt hast dann rate ich Dir aber auch zum evolution, bin auch umgestiegen. Das Platzangebot an Deck ist identisch aber die sportlichen Segeleigenschaften sind besser. Da dieses Boot ganz neu ist kann ich zum Tourenverhalten noch nicht viel schreiben. Meine Wandertour startet erst im Juli.

    Beachten sollte man allerdings das Gewicht. insgesamt wiegt der evo um die 70 kg und die zwei Säcke sind jeder 1,8 Meter lang. Dann noch Dein zusätzliches Gepäck, da wird die Bahnfahrt aber zu einer Herausforderung.

    Das Großsegel lässt sich mit Hilfe der Einstellung der Schot am Segel schon für unterschiedliche Windstärken einstellen. Das hat bei meinem Vision auch sehr gut funktioniert

    Wellen kann dieser Cat auch sehr gut ab besser sogar als der nacra man fährt nicht so leicht einen Stecker. Wir waren draußen und hatten Spaß,da waren die meisten Cats lieber an Land geblieben und haben darauf gelauert das es uns umhaut.Da mussten wir sie aber enttäuschen.

    Zusammenfassung:

    Happy cat Evolution:

    Ausreichend Platz an Deck mit Gepäcknetz

    Gutmütig und gleichzeitig sportlich zu segeln, je nachdem was man gerade benötigt.

    nicht ganz Leicht und handlich für die Bahn,(wo ein Wille ist,ist auch ein Weg)

    Segel kann den Windbedingungen angepasst werden. Luxus ist zusätzlich das Sturmsegel

    Sehr Seegängig

    Gruß Carsten

  • Matt

    Re:Welcher Typ des HC?

    • 07/06/2015

    Hallo,
    Danke für die Infos!
    Vor drei Wochen habe ich mich für einen Evolution entschieden und wir waren bereits als Testfahrt zehn Tage in Kroatien unterwegs zum Segeln und Klettern.
    Wer vor der Frage steht, ob er einen Happy Cat kaufen soll und welchen Typ, der fängt vielleicht ein bissl was mit den Erfahrungen dieser kleinen Reise an…
    Eine Jungfernfahrt stand natürlich an – zu Beginn des Unterwegsseins für eine halbe Stunde ohne Gepäck, neugierig, was das wohl für ein Segelfahrzeug ist.
    Der Haufen Gepäck, der dann am Strand vor dem Boot lag: Wie sollte der da drauf passen? Er passte dann sehr wohl (dank Bugverdeck) und los gings.
    Als Segler wußte ich anfangs nicht, wie ernst ich dieses Gummiboot nehmen konnte – mittlerweile weiß ich es aber.
    Als Schlauchcat ist es natürlich klar, dass es Einbußen gegenüber einem “richtigen” Cat und Einrumpfbooten gibt. Aber das war es bei der Bootswahl eh schon von vorn herein. Und Grabner hat sicher auch nicht den Anspruch, mit diesen Fahrzeugen gleich zu ziehen. Der Focus liegt ja woanders. Trotzdem ist der Evolution einfach ein richtiges, erwachsenes Segelfahrzeug und ich bereue die Wahl in keiner Weise!
    Im Gegenteil:
    Der Evolution segelt total gut. Und deutlich schneller, als ich es erwartet hätte. Ein paar Schwächen hat wie der Evolution jedes andere Schiff auch – von Leichtwind bis zu Wind Bft 6 hat er jedoch alles klaglos – besser: begeisternd mit gemacht. Wir waren zwei Personen, etwa achtzig Kilo Gepäck, hatten nur die Normalbesegelung. Es gab nie ein Gefühl der Unzufriedenheit oder Unsicherheit! Vielmehr macht das schnelle segeln viel Spaß und wir bauten immer mehr Zutrauen zum Boot auf. So viel Gewicht und Segelfläche bei manchmal sehr welligen oder sehr windigen Bedingungen stellt sicher eine große Belastung für den Cat dar. Er hat aber alles klaglos und bravourös gemeistert und ist uns sehr ans Herz gewachsen. Wir haben ihn zum Dank möglichst pfeglich behandelt – im Wasser das Gepäck verzurrt bzw abgeladen und ihn erst dann auf den/vom Strand getragen. Getragen – er ist so leicht, dass wir ihn nicht ziehen mussten. Wir haben ihn ebenso auch sehr grob behandelt. Beim Flüchten vor Bora oder Gewitter haben wir ihn jeweils nach rasanter, sehr spannender Fahrt einfach mit Gepäck auf den Strand gezogen. Vor dem Abbau hatten wir schon Bedenken, wie das Unterwasserschiff wohl aussieht – es sieht fast aus wie neu!
    Oft saßen wir den ganzen Tag auf dem Trampolin. Ein Sitzkissen haben wir nicht vermisst. Ich finde es bequem so, wie es ist. Wir haben im Hafen bzw vor Anker mit Isomatte und Schlafsack neben all dem Gepäck drauf geschlafen. Das geht sehr gut.
    Insgesamt finde ich es toll, dass man aus dem Kofferraum ein seetüchtiges Fahrzeug ziehen kann (im Sinne von küstennahen Fahrten auf dem Meer). Und damit wirklich wahnsinnig viel unternehmen kann. Von Nachmittagssegeln vom Campingplatz aus bis hin zu Unternehmungen mit Expeditionscharakter. Ich glaube ja, der Cat hält sehr viel aus. Solange es der Segler aushält…
    So hat das “Reiseboot” Happy Cat zwei tolle Seiten!

    • Tom.m.

      Re:Welcher Typ des HC?

      • 11/06/2015

      Hallo Matt,

      wo genau warst du in Kroatien? hast du den HCE angemeldet?
      wir sind auch Kroatien Fans und der Evo muss heuer mit,…;-)

      Danke für deine Info

      • Matt

        Re:Welcher Typ des HC?

        • 14/06/2015

        Hallo Tom,
        Unser Start war in Marina Nähe Trogir – also in der Gegend um Split.
        Der Cat ist am Bodensee registriert und hat somit eine Nummer. Er ist haftpflichtversichert und ich habe einen dem Revier angemessenen Führerschein.
        Mit diesen drei Dokumenten habe ich eine Jahresvignette erstanden in der Capitaneria in Trogir. Es wirkte so, als dass es für den (sehr netten) bearbeitenden Menschen eher ungewöhnlich war, dass jemand mit einem so kleinen Gefährt ohne Motor eine Jahreszulassung holt. Rein rechtlich müsste man das allerdings…
        Es geht sicher auch ohne. Nur was ist wenn… Ich richte mich (auch ausrüstungsmäßig) so gut es geht nach den Voraussetzungen für eine Segelyacht. Wir sind am Stück die zehn Tage unterwegs gewesen und hatten bei unserer Testfahrt als maximale Entfernung vom Festland Vis im Visier. Wir haben es aus Zeitgründen bei Hvar belassen. Dennoch war mir ganz wohl mit all den “korrekten” Voraussetzungen. Außer der Jahresvignette hatten wir beispielsweise Leuchtraketen etc dabei für den Fall der Fälle. Vielleicht übertrieben… aber was ist mit den “längeren” Überfahrten? Und gern in die Häfen fahren wollten wir auch. Wenn da der Hafennmeister die Papiere sehen will… Und es fühlt sich gut an, der Gastfreundschaft gerecht werden zu können.
        Wir hatten allerdings keinen Fall, dass jemand etwas sehen wollte. Ich bin auch kein Fan davon, immer alles korrekt und parat zu haben. Der kleine Cat bietet ja die Möglichkeit, um vieles was Behörden sind, drum rum zu steuern.
        Wenn Du erst einen Führerschein machen musst, ist der Aufwand natürlich groß. Vielleicht zu groß. Ich weiß nicht, was Du vor hast. Von einem zentralen Platz aus ist das sicher gar kein Problem, ohne was Offizielles jeweils ein, zwei, drei Tage unterwegs zu sein. Zumal ohne viel Kontakt mit Häfen oder einen Unfall mit Schaden an fremdem Eigentum. Wobei einem das, was man selbst bei einem Motorführerschein lernt, auch wirklich behilflich sein kann.
        Wenn ein Führerschein da ist, dann würde ich eine Vignette holen. Eine Registrierung des Bootes im Heimatland ist kein Problem, ebenso eine Haftpflichtversicherung.
        Und sonst ist es einfach total toll mit dem Evolution in diesem Revier!
        Viel Spaß und viele Grüße Matt

  • dreas

    Re:Welcher Typ des HC?

    • 15/06/2015

    Hi Matt,

    vielen Dank für die Infos.

    Ich bin ab Juli auch in Trogir und möchte meinen HCE (trotz nicht vorhandenem SBF See) eine Vignette gönnen.
    Theoretisch ist die Vignette an keinen Führerschein gebunden. Eine Zulassung vom ADAC habe ich, ebenso eine Versicherung.

    Meinst du ein SBF ist zwingend zur Registrierung nötig?

    Wo genau liegt in Trogir das Hafenamt?
    Ich habe es auf der Karte nicht gefunden

    Danke und viele Grüße
    Dreas

  • Matt

    Re:Welcher Typ des HC?

    • 19/06/2015

    Hallo Dreas,
    Von der Brücke aus gehst Du am alten Stadtkai entlang (Nördliches Ufer) nach Westen. Nach etwa zwei bis dreihundert Metern kommt rechts ein kleines Gebäude mit ein Paar Stufen zu Glastüren. Diese schauen nicht zum Wasser sondern nach Osten. Erst innen kann mam erkennen, dass man hier die Capitaneria findet.
    Du kannst unterwegs sicher auch fragen.
    Ich hoffe, es klappt.
    Viele Grüße Matt