Süßwasserrobbe

Vorstellung und Fragen zum Speed

  • 18.03.2013
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Hallo zusammen,

da ich neu hier bin, will ich mich erst einmal vorstellen.

Ich komme aus Berlin und fahre bisher Wanderkajaks. Da das nicht mehr geht, möchte ich jetzt auf ein Boot umsteigen, dass ich wahlweise mit einem kleinen Ab oder Stechpaddel fahren kann. Es soll möglichst handlich sein und in einem normalen PKW (kein Kombi) transportiert werden können.

So kam der Speed in die engere Wahl.

Könnt Ihr Eure Erfahrungen zu diesem Boot sagen?

Reicht da möglicherweise schon ein 3,5 PS er ?

Hat möglicherweise jemand in Berlin und Umgebung so ein Boot, dass man sich ansehen könnte?

Bin für jeden Tip dankbar.

Beste Grüße und bis bald.

Stefan aus Berlin

  • Tourist

    Re:Vorstellung und Fragen zum Speed

    • 04/08/2012

    Hallo Süßwasserrobbe,

    willkommen im Forum!
    Als Speedeigner kann ich dazu kurz berichten:

    Doppelpaddel halte ich persönlich eher für eine Notlösung. Meine Kajakpaddel sind zu kurz, um auf Dauer zu paddeln. Man bräuchte schon recht lange, um damit zurecht zu kommen (hohe Sitzposition, breiter Rumpf).
    Stechpaddel sind natürlich wesentlich besser. Bist Du allein unterwegs? Ich habe festgestellt, dass es unbedingt erforderlich ist, beim Solobetrieb vorne ein Gegengewicht im Boot zu haben, da sich sonst das Boot bei jedem Schlag dreht (am besten natürlich ein „Gewicht“, das auch noch mitpaddelt 😉 .
    Wir nutzen einen 2 PS Honda Viertakter (Kurzschaft). Der passt einfach ins Wohnmobil und ist mit 17 kg sehr leicht und handlich. Damit erreichen wir voll beladen 9 km/h bei Vollgas (macht auf Dauer eher weniger Spaß), mit 1/3 Gas fahren wir mit 6 km/h, ruhig und sparsam, auch auf langen Tagestouren.
    Im Solobetrieb komme ich mit den 2 PS auf 13-15 km/h, das macht dann wieder richtig Spaß. Dazu muss man aber in der Mitte sitzen (knien), gesteuert wird dann nur mit Gewichtsverlagerung, wie auf dem Motorrad. Klappt problemlos, naürlich aber nicht auf engen Kanälen etc, da muss man dann schon an die Pinne…
    Das Speed ist für uns das ideale Universalboot. Auch Wildwasser kann man damit befahren, zum Paddlen braucht man natürlich schon ein wenig mehr Kraft, als bei einem Festrumpfboot.

    Viel Erfolg
    Tourist aus München

  • buchtenbummler

    Re:Vorstellung und Fragen zum Speed

    • 30/01/2013

    Hallo Süßwasserrobbe ,
    schau mal in den Verkauf – Speed – vom 30.1.2013 -eine optimalere Ausrüstung muß erst überboten werden !!!
    Gruß buchtenbummler

  • catcorse

    Re:Vorstellung und Fragen zum Speed

    • 06/02/2013

    ahoi wassersportfreunde,
    als segler und paddler habe ich auf der bootsmesse das „grabner speed“ entdeckt.
    meine frage: wie verhält sich dieses doch recht schlanke boot mit aussenborder, bei welle auf dem offenen meer und beim anlanden durch die brandung am strand? ist es nicht recht kippelig?
    würde mich sehr freuen etwas von euch darüber zu hören.
    vielen dank im voraus
    michael

    • Tourist

      Re:Vorstellung und Fragen zum Speed

      • 18/03/2013

      Hallo catcorse,

      ja, das Speed ist ein recht schlankes Boot (weshalb es auch mit geringer Motorisierung ordentlich Fahrt macht).
      Und ja, es ist „kippeliger“ als ein breiteres Boot (Ranger etc.). Auf See bin ich damit noch nicht gefahren (doch: in den Schären vor der schwedischen Westküste bei Smögen). Ernsthafte Wellen (über 60 cm) waren da niemals ein Problem, eher schon bei Flussfahrten und der nahen Vorbeifahrt an großen Frachtschiffen. Man muss einfach ein paar Grundsätze beachten: NIEMALS bei schwankendem Boot am Boot selbst festhalten: Wenn man somit Teil des Bootes wird, kommt die Fuhre schon ganz schön ins Schwanken, der Schwerpunkt könnte sich auch mal unvorteihaft zur Seite verlagern. Völlig unproblematisch ist hingegen, das Boot machen zu lassen, was es möchte und selbst die Bewegungen auszugleichen, also zu versuchen aufrecht zu bleiben, unabhängig davon, wie sehr sich das Boot neigt. Wenn alle Passagiere sich entsprechend verhalten ist die Fahrt auf bewegtem Wasser trotzdem ruhig.
      Bug und Heckwellen anderer Fahrzeuge durchfährt man zweckmäßigerweise in möglichst rechtem Winkel.
      Wenn das bei kontinuierlichem Wellengang und unvermeidlicher Fahrtrichtung jedoch nicht möglich ist und man spitzwinkelig zu den Wellen fahren muss, ist man gezwungen doch öfters mal an die Pinne zu fassen, um Kurs zu halten.
      Zu beachten ist auch, dass bei Gegenwind mit entsprechendem Wellengang durchaus der eine oder andere Tropfen Wasser ins Boot spritzt, besonders wenn der vordere Sitzplatz belegt ist und der Bug deutlich eintaucht (ist halt ein Wassersport…).
      Wer mit einem Kajak umgehen kann, hat mit den Speed niemals ein Problem. Wer ein großes Ruder- oder Motorboot gewöhnt ist, muss sich anfangs etwas eingewöhnen. Kentern wir das Speed – außer man treibt groben Unfug – wohl nie.

      Viel Spaß damit
      Tourist