sommercat

Segel trimmen

  • 16.01.2016
  • 0

Liebe Mitsegler,
Ich gewöhne mich gerade an meinen HCUL und nun folgende Fragen:
Laut Handbuch kann ich die Fock beliebig mit dem Rollmechanismus vergrößern oder verkleinern und dann auch in der eingestellten Größe segeln. Ist das so? Bei starkem Wind wird ziemlich Druck auf die Fock ausgeübt und dann möchte ich sie einfach etwas verkleinern.
Wie trimme ich die Segel?
Macht richtig Spaß!
Vielen Dank für die Unterstützung!
B. Sommer

  • Matt

    Re:Segel trimmen

    • 08/06/2015

    Hallo,
    Dieselbe Frage kann zum Evolution gestellt werden.
    Entweder Fock ganz raus oder komplett aufgerollt. Man kann den Text im Handbuch so verstehen, dass sich die Segelfläche beliebig verkleinern ließe. Dies ist bei Rollfocks anderer Fahrzeuge manchmal möglich. Nicht beim Evolution. Und wahrscheinlich dann auch nicht beim UL. Aber vielleicht ist das bei beiden Typen auch nicht notwendig…
    Viele Grüße Matt

    • Ri Tschi

      Re:Segel trimmen

      • 18/10/2015

      Matt schrieb:
      ——————————————————-
      > Hallo,
      > Dieselbe Frage kann zum Evolution gestellt
      > werden.
      > Entweder Fock ganz raus oder komplett aufgerollt.
      > Man kann den Text im Handbuch so verstehen, dass
      > sich die Segelfläche beliebig verkleinern ließe.
      > Dies ist bei Rollfocks anderer Fahrzeuge manchmal
      > möglich. Nicht beim Evolution. Und wahrscheinlich
      > dann auch nicht beim UL. Aber vielleicht ist das
      > bei beiden Typen auch nicht notwendig…
      > Viele Grüße Matt

      Hallo Matt, warum soll das beim EVO nicht gehen ? Es war bis dato noch nicht notwendig, aber ich würde gerne deine Meinung dazu hören?

      danke, Richard

  • Ullli

    Re:Segel trimmen

    • 18/10/2015

    @mat
    Als ehemaliger Ultralight Besitzer kann ich Dir sagen, ja das geht, Du kannst die Fock beim Ultralight beliebig verkleinern. Ich war einmal bei etwas mehr Wind mit meinem Sohn draussen und wir hatten nur noch ein kleines Dreieck der Fog rausschauen lassen, was uns bei der Wende unterstützt hat.
    Wichtig ist es bei viel Wind (nach eigenem Empfinden!) die Gross eher aus der Hand zu fahren, um bei einer Böe das Groß entsprechend zu öffnen und der Gefahr der unfreiwilligen Fahrt auf einer Kufe zu entgehen. Man kann auch nur mit dem Groß segeln, um z.B. sicher zurück in den Hafen zu kommen, wenn auf einmal der Wind sehr stark wird. Wichtig ist, wenn die Fog eingerollt ist und Ihr sehr viel Wind habt kann der Kat luvgierig werden, d.h. Ihr drückt die Pinne nach luv, es fehlt einfach der Druck auf den vorderen Bereich des Schiffes. Man kann dem dann etwas entgegen wirken indem Ihr das Gewicht mehr nach vorne verlagert aber Vorsicht, man kann sich auch bei viel zufiel Wind mit dem UL überschlagen. Wichtig bei Fahrten mit dem Vorschoter: Wenn ihr in eine Böe kommt nur die Gross auffieren, nicht die Fog, dass kann zum unfreiwilligen Sonnenschuss führen.

    Als Besitzer eines Evolution kann ich Euch (Matt und Richard) sagen, beim Evo ist die Fog entweder ganz eingerollt oder ganz ausgerollt zu nutzen. D.h. ein stufenweises Reffen, wie beim UL oder Vision gibt es nicht mehr. Bislang habe ich es auch nicht vermisst. Ich hatte in diesem Jahr zweimal die Situation, in zu viel Wind draussen zu sein. Beide male habe ich die Fock ganz eingerollt. Beim zweiten mal waren wir auf der Ostsee (Boddenlandschaft). Dort kann es eine giftige,steile und kurze Welle geben, bei der die Wende einfach aufgrund der fehlenden Trägheit/Gewicht und der Länge des Bootes im Vergleich zur Länge der Welle so ungünstig ist, dass man auch mit Fog nicht wenden kann, dann ist eine konzentrierte Halse angesagt und gut zu fahren. Mir war das Fehlen der Reffmöglichkeiten beim Evo klar bevor ich ihn gekauft habe. Bislang habe ich es noch nicht vermisst und ich war bei mehr Wind draussen als mit dem Ultralight.

  • erl

    Re:Segel trimmen

    • 23/12/2015

    Wenn man das segel unbedingt kleiner machen möchte. Konnte ich mich vorstellen dass es mit einem clamcleat an eine leine um den mast. Und dann die leine vom fok damit vest setzen.

  • Ullli

    Re:Segel trimmen

    • 12/01/2016

    Daran habe ich auch schon gedacht. Wollte das zunächst mal mit einem Tappen und einem Stoppersteg ausprobieren/testen.

  • andreashenke

    Re:Segel trimmen

    • 16/01/2016

    Hallo HC-Gemeinschaft,

    das Thema der Verkleinerung der Fock kenne ich noch von meinem HCR und ich war manchmal nicht böse, wenn man diese 4 m² auf die Hälfte reduzieren konnte. Das hatte aber auch damit zu tun, dass der Segeldruck am der Fock einen wesentlich höher Druck am Steuer aufgebaut hat, als es beim z.B. HCE heute der Fall ist.
    Ein entscheidendes Kriterium beim Aufrollen bzw. Segeln mit verkleinerter Fläche ist das Material. Das frühere war das klassische Segeltuch, das konnte man straff zusammenrollen, es konnte schnell mal knittern, weil das Vorliek nicht straff genug war, aber das Material hat es über Jahre überlebt.
    Das heutige Segelmaterial lässt das überhaupt nicht zu. Es ist technisch und aerodynamisch perfekt, sollte aber immer über die gesamte Fläche beansprucht werden. Knitter wie einst sind für die Folie tödlich. So effektiv diese sein mag, 100% glücklich bin ich damit nicht.

    Würde man die Endlos-Rollfock mit Klemmen ausstatten (ich hatte dazu schon einen Plan), die Fock zur Hälfte aufrollen, einen Am-Wind-Kurs fahren (dann ja immer ab 4 Bft) und die Fock richtig straff durchsetzen müssen, wird das Material extrem eng gewickelt und beansprucht.
    Das kann nicht gut gehen. Und für einen solchen Kompromiss ist mir das Segel einfach zu teuer.

    Ich habe schon grenzwertige Situationen – besonders auf der Müritz – erlebt. Wenn ihr das Gefühl habt, dass es ohne Reduzierung der Segelfläche nicht geht, stellt euch mit aufgerollter Fock in den Wind, nehmt das Groß herunter und fahrt danach mit voller Fock. Das ist immer beherrschbar und ihr kommt auch bei einer Wende (Halse ist dann auch kein Risiko) immer durch den Wind. Ohne Fock ging es beim HCR, HCV & Co. nicht, heute ein wenig besser.

    Na dann, noch ein paar Monate …

    Andreas