sfeele

HCV Fock-Vorliekspannung

  • 10.08.2012
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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und seit Febr. stolzer Besitzer eines HCV:)
Ich freue mich auf interessante Beiträge in diesen Forum und hätte da geich mal eine Frage. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.
Vor zwei Wochen konnte ich zum ersten Mal den HCV auf der friesischen Seenplatte in Holland testen. Dabei fiel mir auf, dass bei auffrischenden Wind das Vorliek der Fock ziemlich bauchig wird. Ich denke, dass die Vorliekspannung erhöht werden muss. Nun weiß ich nicht wieviel Spannung ich auf das Fockfall geben kann. Gibt es eine Maximalspannung oder kann ich soviel Kraft aufwenden wie es mir möglich ist ohne dass es sich negativ für den Kat auswirkt oder gar Schäden hervorruft.
Wäre für jeden Rat dankbar.

Freue mich auf eure Beiträge und bedanke mich schon mal im voraus.

Viele Grüße

Ludger

  • klaus2002

    Re:HCV Fock-Vorliekspannung

    • 16/04/2012

    Hallo,
    mir ist letzten Sommer bei starkem Wellengang, ca. 3-4 Bf, Amwindkurs das Vorstag fast durchgescheuert durch starke Mastbewegung. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Fockfall einfach dichtgeholt, soweit es eben ging. Von Grabner bekam ich den Rat,1. den Gummi des Stag stärker zu spannen und 2. das Fockfall stärker durchzusetzen. Ich belege das Fall jetzt, wenn gleichzeitig eine zweite Person den Mast am Trampolin stehend nach vorne drückt.
    Mit stärker durchgesetzter Fock glaube ich auch höher am Wind fahren zu können.

    Klaus

    • sfeele

      Re:HCV Fock-Vorliekspannung

      • 17/04/2012

      klaus2002 schrieb:
      ——————————————————-
      > Hallo,
      > mir ist letzten Sommer bei starkem Wellengang, ca.
      > 3-4 Bf, Amwindkurs das Vorstag fast
      > durchgescheuert durch starke Mastbewegung. Bis zu
      > diesem Zeitpunkt hatte ich das Fockfall einfach
      > dichtgeholt, soweit es eben ging. Von Grabner
      > bekam ich den Rat,1. den Gummi des Stag stärker
      > zu spannen und 2. das Fockfall stärker
      > durchzusetzen. Ich belege das Fall jetzt, wenn
      > gleichzeitig eine zweite Person den Mast am
      > Trampolin stehend nach vorne drückt.
      > Mit stärker durchgesetzter Fock glaube ich auch
      > höher am Wind fahren zu können.
      >
      > Klaus


      Ich denke auch, dass man durch stärker durchgesetztem Fockfall höher am Wind segeln kann. Die Frage ist nur wieviel Durchsetzen der Fockfall verträgt der HCV? Genügend Spannung könnte ich auf jeden Fall durch entsprechende Technik beim Durchsetzen der Fockfall aufbringen. Nur wo ist die Grenze ohne dass Materialgrenzen überschritten werden.

      Ludger

  • Schlumpf

    Re:HCV Fock-Vorliekspannung

    • 07/08/2012

    Hallo zusammen,

    ich bin ebenfalls Besitzer eines HCV und fahre das Boot auf dem Chiemsee.
    Ein erfahrener Clubkollege ist mal mitgefahren um das Boot für die Yardsticks im Club einzuteilen. Er meinte, dass wenn der Mast etwas nach vorne geneigt wird – also das Vorstag mehr gespannt ist – wird der Holepunkt der Fock begünstigt und man kann höher am Wind segeln.
    Hab dann also kurzerhand am nächsten Tag den Knoten am oberen Ring der Gummischnur um zwei cm nach oben versetzt.
    Siehe da, es hatte tatsächlich funktioniert. Nach dieser einfachen Modifikation konnte ich gefühlte 10 Grad höher an den Wind.
    Das Fockfall setze ich nicht extrem durch. Mit Körpergewicht gespannt, reicht es eigentlich.

    Grüße
    Günter

  • E.B. Keisinger

    Re:HCV Fock-Vorliekspannung

    • 09/08/2012

    Hallo Segelfreunde

    Beim allem Spannen des Forestags soll man darauf achten, dass sich die Rollfock noch einwandfrei, locker auf- und abrollen lässt. Bei zu viel Spannung bleiben die letzten cm gern überspannt bzw. verzerrt aufgerollt am Stag.

    Wichtig ist, dass der Zugwinkel der Schots auf das Shothorn ein gleicher Winkel ist. Bei zu flachem Winkel wird übermäßiger Zug über das Unterliek auf das Vorstag ausgeübt, wobei das Achterliek weniger Zug bekommt und bei mäßigem Wind schlägt. Versucht das Vorsegel so hoch am Mast aufzuziehen, dass der Zugwinkel entsprechend gleichmäßig in beide Richtungen verläuft. Möglicherweise hilft es einen Schäckel unter der Rolltrommel zwischen zu schalten.

    Um höher am Wind zu segeln, kann die Schothornposition Mithilfe der Leeschot näher zum Mast gezogen und gehalten werden. D. h. die Luvschot etwas lockern und gleichzeitig die Leeschot anziehen. Für diejenigen, die gern hoch und hart am Wind segeln wollen und auch mal kurz abheben möchten, ist diese Forsegelstellung das A und O der Sache.

    viel Spaß dabei
    Eddie

  • megaracer

    Re:HCV Fock-Vorliekspannung

    • 10/08/2012

    Hallo zusammen,

    ich bin mit meinem neuen HCV jetzt 14 Tage auf dem Mittelmeer gesegelt, bei Windstärken bis 4-5 Bft.

    Ich habe das Fockfall so stark gespannt wie ich es von Hand konnte und dabei den Bugspriet noch etwas angehoben.
    Die Mechanik hält das ohne Probleme aus. Das hat auch zur Folge, dass die Spannseile die vom Bugspriet unter das Boot laufen nicht mehr so stark verwinden können und beim Segeln kaum noch Geräusche machen.

    Ich habe allerdings auch die beiden seitlichen Wanten (die Kurze und die Lange) so modifiziert das sie im Leerlauf, also ohne Windlast den gleichen Zug auf den Mast aufbauen. Das wirkt sich positiv auf den Mast aus, der somit sehr viel stabiler steht und nicht so oft hin und her schlägt oder sich zu stark verbiegt.

    Mein Cat hat jetzt ca. 40-50 Betriebsstunden auf dem Wasser, das einzige was verschlissen ist, ist das Seil vom Schotdreieck wo es rechts und links durch die Bohrung in den Alu Rahmen geht. Da muss Grabner noch einmal ran! Wenn man hier Metallösen verwendet und das Seil rechts und links je mit einem Schäkel versieht ist Ruhe. Dann kann das komplette Schotdreieck auch schnell abgebautwerden, wenn man den Cat draußen stehen läßt und nicht gleich wieder abbaut.

    Ich kann den Happy Cat Vision nur empfehlen !

    Viele Grüße,

    Lars