DiMei

HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

  • 22.07.2020
  • 5

Hallo,
habe meinen HC Hurricane die erste Saison und einige Male bei stärkerem böigen Wind auf der Ostsee gesegelt.

2 x bin ich gekentert 🙄 und war damit natürlich kurzzeitig auf einem Rumpf unterwegs.

Wie stelle ich das professioneller an?
Hat jemand Tips für mich?

Z.B. bei starker Krängung abfallen und doch lieber anluven … ?

Für eure Rückmeldung vielen Dank im Vorfeld.

    • andreashenke

      Re: HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

      • 23/07/2020

      Moin, moin,
      dann vermute ich, dich hat es immer dann erwischt, wenn auf der Luvseite noch eine Welle hochkam und die Schot in der Klemme lag.
      Übrigens: Immer anluven! Und Steuer freigeben (nicht „wegwerfen“😉)
      Das Thema wurde hier kürzlich vor ca. 2 Monaten behandelt und ich hatte einen ausführlicheren Beitrag dazu eingestellt.
      Sieh einmal nach unter „auf einem Rumpf fahren“ und wenn du noch etwas hast, melde dich hier einfach.

      VG und nie wieder Kiel oben 👍🍀
      Andreas

    • DiMei

      Re: HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

      • 31/07/2020

      Sorry, habe den Beitrag erst jetzt gelesen.
      Vielen, vielen Dank dafür.
      Mir ist es wieder passiert 🙄, allerdings wieder bei Windstärke 5-6.
      Anluven funktioniert … aber leider nicht immer 😒. Das mit dem Freigeben der Grossschotklemme bekomme ich irgendwie nicht umgesetzt, ich habe bei meinen Kenterungen immer versucht anzuluven – bis es zu spät war. Da der Wind zu stark wurde, habe ich die Grossschot ausgehängt und dann auch noch weggeworfen – nicht das Ruder 🙋🏼‍♂️.
      Kein Scherz, nach dem Aushängen hat sich die Schäkelschraube der Grossschot wohl irgendwie gelöst und Schwupp weg war die Schot.
      Familie Grabner hat mir innerhalb von 3 Werktagen Ersatz verschafft, leider ein teurer Spaß – also Verschraubungen gelegentlich mal prüfen.

      Liebe Grüße

    • andreashenke

      Re: HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

      • 01/08/2020

      Du musst das Steuer unbedingt freigeben.
      Besser aus der Hand geben (wegwerfen) als noch ein Versuch zu steuern.
      Wenn du öfter unter diesen Bedingungen segeln möchtest oder wirst, besorg dir den Starkwindsegelsatz, wenigstens das kleine Groß mit 6 qm.
      Mit diesem bin ich im Mai bei knapp 5 Bft und flacher Welle zuzweit 28 km/h auf einem Rumpf gefahren. Das geht mit mit 8 qm Groß kaum, weil du es niemals so dicht fahren und nicht effektiv trimmen kannst.
      Du wirst staunen, wie der HC damit fährt.
      Ab 5 Bft ist die kleine Fock mit 2qm gefragt. Ich habe mit 8qm gesamt 26 Sachen geschafft und die Kentergefahr ist deutlich geringer.

    • DiMei

      Re: HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

      • 01/08/2020

      Hallo Andreas,
      vielen Dank für die Hinweise.
      Ich habe heute versucht feinfühlig mit dem Ruder zu arbeiten – Windstärke Bft 5.
      Es ist mit dem Normalsegel tatsächlich ein Höllenritt, macht aber wahnsinnigen Spaß.
      Ich konnte keinen vollen Halbwindkurs fahren, sondern musste immer wieder anluven. Ist mir heute perfekt gelungen, auch habe ich die Wirkung „Freigeben des Ruders“ sehr gut fühlen und einsetzen können.
      Leider geht unser Urlaub heute zu Ende, so dass ich das Segeln mit dem HC zunächst nicht weiter optimieren kann.
      Vielen Dank für die zahlreichen Ratschläge.
      Das/die Starkwindsegel sind mir derzeit noch zu teuer, habe diese Saison viel Lehrgeld zahlen müssen.
      – Mastverbindung zwischen 2.+3. Mastteil geknickt
      – 2 Stechpaddel nach Kenterung verloren
      – Grossschot verloren

      Aber Übung macht ja den Meister 😲. LG

    • andreashenke

      Re: HC Hurricane auf einem Rumpf segeln?

      • 02/08/2020

      Grüß´dich,

      das Lehrgeld ist hart und der Punkt mit dem Mast macht mich stutzig.

      Der Reihe nach:
      Ich stecke die beiden Paddel in das „Fach“ des vorderen Bugnetzes, wo die runde Querstrebe durchgeführt wird. Sitzen dort richtig straff und sind auch nicht ständig im Fußbereich auf dem Trampolin. Dort gibt es klar Schiff und keine Paddel!

      Bei der Großschot könntest du einen Schäkel mit einsteckbaren Steg verwenden, dann passiert es nicht mehr und eine Seite bleibt immer an Bord.

      Die Wantenabspannung wurde beim Hurricane geändert und die Fixpunkte am Mast rückten nach oben. Damit könnte (wirklich könnte) sich die Gefahr des Knickens in der Mitte erhöhen. Allerdings habe ich derartiges weder früher noch zuletzt gehört. Oder hast du Grundberührung gehabt?
      Bist du bei 6 Bft gefahren?
      Wenn nicht, würde ich Grabner informieren, dass man sich diese Erfahrung einmal näher betrachtet.

      Um dieses mögliche Dilemma zu vermeiden, nutze ich einen Auftriebskörper von Hobie. Beim EVO hatte ich den „Babybob“ mit 17 l und jetzt beim HUR den „Mamabob“ mit 27 l. Letzteren aber auch, weil ich andere und etwas schwerere Segel habe, manchmal den Mercury an Bord oder auch Tagestouren fahre.
      Zudem gibt es einige tolle Reviere (Achterwasser), wo ein Aufsetzen des Mastes unvermeidbar ist und ich den HC auch allein hochbringen muss.

      Gute Heimfahrt und dennoch viel Glück und Spaß.

      VG Andreas