lemsi

Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

  • 29.05.2013
  • 0

Servus Forum,

hat denn einer von Euch den HCU gekauft oder Erfahrungen damit gesammelt? Geht der wirklich einfach bei 3-4 Bft auf eine Kufe? Wie ist das Steuerverhalten?

Vielen Dank Lemsi

  • Ullli

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 06/12/2012

    Hallo Lemsi,

    sorry, ich kaper mal Deinen Thread, aber meine Frage dreht sich auch um den HCU. Ich plane für das kommende Jahr das vordere Trampolin für den HCU zu kaufen. Jetzt zu meiner Frage: führt die Anbringung des (zusätzlichen) Rahmenteils für das vordere Trampolin zu einer Verstärkung des Riggs? Nach meinem Verständnis wird ja der Bugsprit mit diesem Rahmenteil verbunden. Das Rigg sollte so insgesamt steifer werden. Gibt es da Erfahrungen bei dem HCV bezüglich der Steifigkeit mit bzw. ohne zusätzlichem Trampolin/Rahmenteil vorne, die sich übertragen lässt?

    Jetzt aber zu Deiner Fragen und meinen bisherigen, geringen Erfahrungen mit dem HCU. Ich habe meinen HCU Ende September 2012 gekauft und war insgesamt dreimal damit auf einem Binnensee segeln (2mal um die 1-1,5 Beaufort mit Kind und einmal starke 2 Beaufort, allerdings zu dritt). Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden, obwohl ich das Boot noch nicht richtig ausprobieren konnte. Ob der HCU also bei 3 Beaufort auf die Kufe geht kann ich Dir nicht sagen. Ich denke aber schon, wenn es sein muss schon früher, kannst Dich ja auch über den Lee Schwimmer hängen. (:D 😉

    Gruß da Ullli

  • Klabautermann

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 09/12/2012

    Hallo Ulli,

    ein entsprechend verstagter Stampfstock unter dem Mast wäre nur zur Versteifung des Riggs vermutlich die wirksamere und leichtere Lösung.

    Grüße

    Ralph

  • Ullli

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 10/12/2012

    Hallo Klabautermann,

    Danke für die Info, ich dachte der HCU hat bereits eine Art Stampfstag (die Spannseile für den Bugspriet) – oder habe ich Dich nicht richtig verstanden? Wie sollte der unter dem Mast angebracht werden?

    Gruß

    Ullli

    • Klabautermann

      Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

      • 11/12/2012

      Hallo Ulli,
      schaue Dir mal das Grabner Aufbau Video des HCU an. Einen klassischen Stampfstock oder eine ähnliche Konstruktion gibt es nicht. Die Spiere müsste senkrecht unter dem Mast oder kurz davor angebracht sein.

      Vielleicht mal eine Anregung an Grabner, als Zubehör einen Nachrüstset anzubieten! Bestehend aus Stampfstock, Wasserstagen, Beschlägen und Spannern. Soweit das Schwert im Weg ist, positioniert man den Stampfstock unter die Nock des Bugspriets.

      Grüße
      Ralph

  • Ullli

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 11/12/2012

    Hallo ralph,

    danke für die Erläuterung. Klingt interessant!

    Müsste technisch machbar sein. Ich stelle mir dann nur die Frage wie sich diese Versteifung auf den Mast auswirkt, ob die Windkräfte dann den Mast nicht nach vorne drücken bis die Wanten reissen.

    Ich habe den HCU allerdings erst dreimal gesegelt (bei Schwachwind) und bevor ich daraus einen “FrankenGummiKat” (wie das meine amerikanischen Kollegen wohl nennen würden), mit dem ich auf dem See alle anderen Boote plattmache :D, bastle. müssen sich der HCU und ich noch ein bisschen aneinander gewöhnen.

    Nach der nächsten Saison weiß ich dann mehr.

    Gruß

    Ullli

    • Klabautermann

      Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

      • 12/12/2012

      Hallo Ulli,

      klar, die Wanten samt deren Beschlägen werden mit zunehmendem Wind belastet. Grabner gibt für den HCU ja engere Limits als für den HCV vor. Das dürfte vor allem mit dem einfachen Paar Wanten des HCU zusammenhängen.
      Da ich es sportlich mag, werde ich mir beim Kauf eines HCU ein zusätzliches Paar Unterwanten montieren. Wahrscheinlich werden die an die bestehenden Püttings angeschlagen, während ich für die vorhanden Oberwanten ein kurzes End vorlicher neue Püttings in den Trapez-Rahmen einschrauben werde. Aber das sind zur Zeit nur vorläufige Gedankenspiele.

      Der Begriff „Frankengummikat“ ist mir nicht geläufig.

      Grüße

      Ralph

  • Ullli

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 12/12/2012

    Hallo Ralph,

    Der Teil “Franken” ist im amerikanischem Englisch eine Bezeichnung für eine Art Monster, basiert auf Frankenstein und kann mit allem möglichen kombiniert werden – war als Scherz gemeint.

    Mein HCU hat 2 Wanten Paare (eins oben eins in der Mitte), verstehe ich Dich richtig, dass Du ein drittes Paar anbringen willst? Mit zusätzlichen Beschlägen am Trampolin?

    Grüsse

    Ullli

  • Klabautermann

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 12/12/2012

    Hallo Ulli,

    entschuldige meinen Tippfehler. Ich hatte HCL und HCU verwechselt.
    Meine Aussage bezog sich nicht auf den HCU sondern auf den HCL, der nur ein Wantenpaar hat. (Ich selber plane nämlich den Kauf eines HCL.)
    Stimmt, der HCU hat bereits zwei Wantenpaare serienmäßig. Das finde ich doch schon mal gut. Noch besser würde es mir gefallen, wenn auch zwei Paar Püttinge vorgesehen wären. Ob allerdings die nachträgliche Installation eines zweites Püttingpaars und eine getrennte seitliche Aufhängung der Wanten am Trapez sinnvolle statische Verbesserungen bringen würden, vermag ich nicht zu sagen.

    Interessant wären jedenfalls ein Paar Wantenspanner für die Unterwanten. So könnte man versuchen, die Mastkurve zu beeinflussen.

    Eine Frage treibt mich um: Wozu bracht man am HCV ein loses Vorstag?

    Ralph

    • Harald

      Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

      • 14/12/2012

      Klabautermann schrieb:
      ——————————————————-

      > Eine Frage treibt mich um: Wozu bracht man am HCV
      > ein loses Vorstag?
      >
      > Ralph

      Das Vorstag wird erst “lose” nachdem du das Vorsegel mit dem Fockfall aufgezogen hast. Vorher ist es keineswegs lose sondern verhindert, dass der Mast umfällt.

  • Ullli

    Re:Erfahrungen zu HC Ultralight gesucht

    • 29/05/2013

    Update,

    war in diesem Jahr ein paarmal segeln, darunter einmal mit 12 jährigen Sohn bei 4 Bft mit Böen in 5 später in 6-7Bft – woraufhin ich das Segeln eingestellt habe. Fazit: HCU geht auf einen Schwimmer wenn man es will und es kann. Mir fehlt Wille und Können, deshalb war ich selten auf einer Kufe unterwegs.:) Das Wasser war auch trotz Trockenanzug zu kalt …

    Das Boot bzw. Rigg bewegt sich ab 5 Bft, auch die Rümpfe sind natürlich nicht mehr so stabil (wie das bei den Rümpfen mit weniger Druck aussieht will ich gar nicht wissen). Das Boot hat eine Zulassung laut Hersteller bis 4 Bft und da fühlt es sich wohl. Die hohen Wellen bei 5-6 Bft plus führen dazu, dass das Rigg gegenüber den Schwimmern ziemlich unruhig wird. Bei 5 hatten wir die Segelfläche (Fog) verkleinert, dann bei 6 Bft ganz eingeholt, auch um sicher zurückzukommen.

    Fazit: Bis 4+ ist das Boot sehr gut, wesentlich über 4 Bft noch unter Mühen fahrbar, um z.B. sicher bei Wetterwechsel in den Hafen zurückzukommen. Es macht jedoch weder dem Boot noch dem Skipper große Freude. Die Luvgierigkeit bei extremen Winden 5plus ist dann immens und nur mit großer Kraft an der Pinne auszugleichen