Reparatur Anleitung

KLEINE SCHLAUCHBOOT REPARATUREN SELBST GEMACHT

Damit Sie kleine Reparaturen an Ihrem Boot selbst durchführen können, gibt es für Ihr Boot als Sonderzubehör ein speziell zusammengestelltes Reparaturset.

Das Reparaturset besteht aus einem Tubenkleber, Reparaturflecken, Schleifpapier, Reparaturanweisung und befindet sich in einer praktischen Kunststoffbox.

Was ist der Unterschied zwischen einem Tubenkleber und dem Werkstättenkleber?

Der Tubenkleber ist für kleine Reparaturflecken und Beschläge mit wenig Belastung gut geeignet.

Der Werkstättenkleber wird mit Härter angemischt und hat dadurch eine noch größere Klebekraft und Hitzebeständigkeit. Er wird für sehr beanspruchte Flecken und Beschläge verwendet.

Welche Klebefleck-Größe kann ich mit dem Kleber kleben?

Tubenkleber: 0,1 m2

100 ml Werkstättenkleber: ca. 0,2 m2

250 ml Werkstättenkleber: ca. 0,5 m2

Für welche Fläche reicht 100 ml Gummilack?

Für ca. 0,4 m2

Ist Nirosta absolut seewasserfest?

Auch der kostbarste Nirosta Chrom-Nickel-Stahl kann an den Schweißstellen bei Seewassernutzung einen leichten Flug-Rostbefall bekommen. Abhilfe dagegen schafft man durch wegwischen und abspülen mit Süßwasser, und danach leicht einfetten.

Die Luftdruck + Dichtheitsprüfung:

Luftprüfung
Boot auf Betriebsdruck aufblasen (0,3 bar = Betriebsanleitung). In einem temperaturkonstantem Raum 24 Stunden ruhen lassen. Der Druckverlust darf, unter Berücksichtigung der Raumtemperatur und des Barometerstandes 20 % sein.
d.h. 0,3 bar nach 24 h - 0,24 bar

Luftdruckprüfung mit  Seifenlauge
Boot auf Betriebsdruck aufblasen. Leckverdächtigen Bereich der Luftkammer mit Seifenlauge bestreichen und durch entstehende Seifenblasen Schadstellen lokalisieren.

Reparatur-Verklebung:

Klebevorgang:

  • bei 18 - 22 Grad C Raumtemperatur durchführen.
  • Luftfeuchtigkeit soll nicht über 70 % betragen.
  • Luft im Boot muss vollkommen entleert sein.

 

Wahl der Reparaturfleck-Größe:

  • Bei Löchern, Schnitte oder Risse bis ca. 5 cm Länge genügt ein Fleck, der außen aufgeklebt wird.
  • Bei größeren Löchern oder Schnitten muss außen und innen ein Fleck aufgeklebt werden.
  • Der Fleck soll immer 3 - 5cm breiten oder/und länger als der Schnitt oder Riss sein.

Außenverklebung:

  • Suchen Sie sich einen passenden Reparaturfleck aus (Fleck muß um 3-5 cm länger und breiter als die Reparaturstelle sein). Achtung: Die Ecken müssen immer abgerundet sein!
  • Zeichnen Sie sich den Reparaturfleck am Boot an.
  • Rauhen Sie den die Rückseite des Reparaturflecks und die Reparaturstelle mit dem Schleifpapier gut auf. Achtung: Nicht ins Gewebe schleifen!
  • Reinigen Sie den aufgerauhten Reparaturfleck und Reparaturstelle mit Alkohol, Wundbenzin oder GRABNER-Verdünnung (Sonderzubehör). Achtung: Die aufgerauhten Stellen müssen absolut staub- und fettfrei sein!
  • Tragen Sie den Kleber dünn auf den Reparaturfleck und die Reparaturstelle auf. Achtung: Es ist wichtig, daß der Kleber dünn aufgetragen wird. Bei zu viel Kleber kann es sein, daß der Kleber nicht vollkommen aushärtet und die Verklebung nicht hält!
  • Lassen Sie den Kleber ca.5 - 10 Minuten abtrocknen, bis die Klebestellen matt werden.
  • Tragen Sie den Kleber ein zweites Mal dünn auf.
  • Lassen Sie den Kleber erneut ca.5 - 10 Minuten trocknen.
  • Achtung: Klebestellen nicht mit der Hand berühren! Kleber nach Gebrauch sofort verschließen!
  • Kleben Sie den Reparaturfleck auf die Reparaturstelle auf und pressen oder reiben Sie ihn kräftig an.
  • Entfernen Sie eventuelle Kleberreste mit GRABNER-Verdünnung (Sonderzubehör) und pressen oder reiben Sie den Reparaturfleck nochmals an. Achtung: Verdünnung darf nicht in die Verklebung kommen - Gefahr das sich die Verklebung wieder auflöst!
  • Warten Sie mindestens zwei Stunden bis zur Verwendung Ihres Bootes. Am besten ist es, wenn Sie das Boot unaufgeblasen über Nacht liegen lassen.

Innen- und Außenverklebung:

  • Kleine Risse oder Schnitte auf ca. 8 - 10 cm aufschneiden.
  • Passenden Fleck vorbereiten ACHTUNG: Ecken abrunden.
  • Schadhafte Stelle innen im Bereich von 3 - 4 cm rundum aufrauen, Fleck ebenfalls aufrauen.
  • Fleck-Mitte mit Bleistift kennzeichnen.
  • Klebezone mit Lösungsmittel reinigen.
  • Schlauch innen mit Kleber einstreichen (3 - 4 cm rundum) - Schlauch darf nicht zusammenkleben.
  • Fleck ebenfalls mit Kleber einstreichen.
  • Nach Ablüftungszeit Fleck mit Plastikfolie überdecken.
  • Fleck in Schlauch einsetzen und einrichten, daß der Bleistiftstrich am Fleck eine Gerade mit dem Riss bildet.
  • Plastikfolie herausziehen.
  • Schlauch nun andrücken und fest walzen
  • Anschließend ist der Außenfleck in der beschriebenen Weise aufzukleben.

VORSICHT!

  • Verwenden Sie den Kleber nicht im prallen Sonnenschein!
  • Sorgen Sie für gute Durchlüftung in geschlossenen Räumen!
  • Bewahren Sie den Kleber für Kinder unerreichbar auf!
  • Verwenden Sie den Kleber nicht neben offenem Feuer - FEUERGEFAHR!

Lösen von Verklebungen:

Mit Heißluftgerät erwärmen: Heißverklebungen 90 Grad C, Kaltverklebungen 75 Grad C
Mittels Falzbein die verklebten Verbindungen in der Fuge trennen und mit Flachzange langsam abziehen.
Achtung: Nicht die Gummierung vom Trägergewebe abreißen! Gefahr der Fadenleitung

WICHTIG!

Bei größeren Reparaturen wenden Sie sich bitte an Ihren Fachhändler oder an eine GRABNER-Reparaturwerkstätte. Lassen Sie Ihre Reparatur immer gleich nach der Hauptsaison durchführen, damit Sie vor oder in der Hauptsaison keine längeren Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.