Gefahren vorbeugen

KENTERN UND AUFRICHTEN

Kentern ist kein Unglück - es gehört fast schon zum "guten Ton" für einen Jollensegler. Wenn man schnell und richtig reagiert ist das Boot in wenigen Sekunden wieder aufgerichtet. Bei schlechtem Wetter und viel Wind sollte man der Kentergefahr vorbeugen, indem jeder an Bord eine Rettungsweste trägt und alle losen Gegenstände angebunden sind.

  • Was ist zu tun, wenn ein Boot gekentert ist ?
  • Feststellen ob alle Personen wohlauf sind.
  • Den Mast unterstützen, daß er nicht durchkentern kann.
  • Keinsfalls vom gekenterten Boot wegschwimmen, da ein treibendes Boot leichter gesichtet wird als ein Schwimmer.
  • Das Boot in den Wind drehen.
  • Die Schoten freimachen.
  • Das Boot aufrichten, indem eine Person auf das obenliegende Schwert steigt, die Fockschot der untenliegenden Seite nimmt und das Gewicht nach hinten verlagert. Eine zweite Person hilft mit, indem er den Mast gleichzeitig anhebt.
  • Jetzt können alle wieder ins Boot einsteigen - beim einsteigen darauf achten, daß das Boot nicht erneut kentert.
  • Das Boot lenzen (das Wasser aus dem Boot bringen).

AUSRÜSTUNG

  • Bei jedem Törn sollte man ein bestimmte Ausrüstung immer an Bord haben, um gegen schlechtes Wetter, Havarien und Notfälle gerüstet zu sein.
  • pro Person eine Rettungsweste
  • geeignete Wetterschutzkleidung - nicht nur für schlechtes Wetter, sondern auch für Schönwetter (z.B. Kopfbedeckung, ...)
  • Paddel
  • Schleppleine
  • Reservetauwerk
  • Werkzeug und Reparaturmaterial für Notreparaturen
  • Ösfaß - Gefäß zum Ausschöpfen von Wasser
  • Erste Hilfe Set

NOTSIGNALE

  • Wenn ein Boot in Not geraten ist kann durch folgende Signale Hilfe herbeigerufen werden.
  • Kreisförmiges schwenken einer roten Flagge, eines Lichtes oder eines sonstigen geeigneten Gegenstand.
  • "Müde Fliege" - langsames heben und senken der ausgestreckten Arme.
  • Wiederholtes setzen und bergen der Segel.
  • Abfeuern einer roten Rakete oder Zeigen sonstiger roter Leuchtsignale.
  • Eine Folge langer Töne.