Die UNA ...

Teilnehmer: Monika, Maria, Alex und Peter

Boote: Grabner OUTSIDE

Zeitpunkt: Juni 2014

Info:
Die UNA entspringt in Kroation uns bildet zum Teil die Grenze zwischen Kroatien und Bosnien.  Während der Fluss oberhalb von Bihać zahlreiche Stromschnellen und Wasserfälle überwindet, schlängelt die UNA sich wischen Bihać und Bosanska Krupa viele Kilometer ruhig fließend durch das Tal. Die unberührte Natur, die Vielfalt an Libellen und das klare Wasser machen eine Befahrung zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die Anreise:
Die Anreise erfolgte auf der Autobahn von Salzburg nach Novo Mesto in Slovenien. Von dort an ging es über Landstraßen nach Karlovac (Kroatioen) und über den Grenzübergang bei Novi Grad nach Bosnien. Nach einigen Verständigungsschwierigkeiten an der Grenze nahmen wir noch die letzte Etappe nach Bosanska Krupa.


Die Unterkunft:
Unterkunft wählten wir den Campingplatz UNACAMPING (www.unacamping.de). Nach der langen Fahrt waren wir zu müde zum Aufstellen der Zelte, also beschlossen wir, einen Bungalow zu mieten. Auf Nachfrage, wie wir unseren Hunger stillen könnten, kredenzte uns der Platzwart noch ein köstliches, frisch zubereitetes Mahl. Trotz sprachlicher Hindernisse konnten wir noch einige interessante Tipps bekommen. Als es dann auch noch zu regnen begann, verzogen wir uns gegen Mitternacht in den Bungalow.

Die erste Etappe:
Der nächste Tag begann mit den Vorbereitungen für unsere Bootstour. Nach dem Beladen des Autos mit unserem Equipment, besprachen wir die Möglichkeiten der Einstiegsstellen. Da uns die Warntafeln vor den Minen doch etwas nachdenklich stimmten, sollte es auf jeden Fall eine frequentierte Stelle sein. Daher entschlossen wir uns, Richtung Bihać aufzubrechen und eine geeignete Einstiegsstelle zu suchen. Geeignet erschien uns eine Brücke über die UNA, ca. 25 Kilometer flussaufwärts (Nähe Hotel Sedra), da wir hier unter der Brücke auf einem Feldweg bis direkt an die UNA zufahren konnten.

Türkis schimmerndes Wasser ließ unsere Herzen gleich höher schlagen. Mit Freude packten wird unser Equipment aus dem Kofferraum  und mussten gleich feststellen, dass die Manometer unserer Luftpumpen leider den Campingplatz nicht verlassen hatten. Also aufpumpen nach Gefühl. Während Alex und ich die (etwas zu wenig aufgeblasenen) Boote wasserten, fuhren unsere beiden besseren Hälften wieder mit dem Auto nach Bosanska Krupa zurück.

Kurz ein paar Probeschläge mit dem Doppelpaddel zum eingewöhnen (wir hatten uns dafür entschieden, da wir den Fluss nicht kannten) und schon ging es bei strahlendem Sonnenschein los flussabwärts.

In diesem Flussabschnitt floss die UNA sehr ruhig dahin, unterbrochen von Stufen mit kleinem Gefälle. An den meisten Stellen war die Wassertiefe so groß, dass die Länge der Doppelpaddel nicht ausreichte, den Grund zu berühren. Einzig bei den Stufen musste meistens die richtige Stelle gesucht werden, um Grundberührung zu vermeiden. Da die Fließgeschwindigkeit sehr niedrig war, blieb  immer genug Zeit, die beste Stelle für die Durchfahrt gemütlich zu suchen. Die schöne Landschaft lud uns geradezu zum Anlanden ein – wäre da nicht die Warnung vor den Minen gewesen.

Dafür wurden wir von jedem Meter, welchen wir zurücklegten, vom Fluss selber entschädigt. Das türkisblaue Wasser mit den zum Teil riesigen Kalkfelsen knapp unter Kieltiefe, die Bäume, welche scheinbar direkt aus dem  Fluss wuchsen, Libellen in verschiedenen Lilatönen (welche die Boote gerne als Mitfahrgelegenheit nutzten), die Landschaft, welche sich im Fluss spiegelte und schlussendlich die Ruhe.

Leider hatte wir etwas die Sonne etwas unterschätzt und zu wenig Getränke mitgenommen. So beendeten wir die erste Etappe nach ca. 10 Kilometer, gleich nach der Eisenbahnbrücke (hier gibt es eine Zufahrt direkt zum Fluss).



Video (auf YouTube):
Das Video zeigt einen kleinen Ausschnitt der ersten Tagesetappe
https://www.youtube.com/watch?v=4MgDVc-FzVw


Der zweite Abend:
Am Abend wollte wir uns mal von der bosnischen Küche so richtig verwöhnen lassen. So beschlossen wir am frühen Abend, per pedes, das Restaurant Alga zu besuchen. Gelegen direkt an der M14, etwa 30 Gehminuten vom Campingplatz, ließen wir uns örtliche Spezialitäten servieren (wie etwa die köstlich zubereitete UNA-Forelle). Am späten Abend, auf dem Rückweg, wurden wir noch mit einer speziellen Attraktion aus dem Tierreich belohnt. Abseits der Straße, auf dem letzten Kilometer zum Campingplatz, „erglühten“ hunderte von Glühwürmchen. Es sah fast so aus, als wollten Sie uns den Weg zum Campingplatz zeigen.
Beim Bungalow angekommen, holte uns die Nähe zum Fluss wieder ein. Das letzte Bier, gerne noch gemütlich genossen, wurde uns von diversen stechenden Flugtieren gründlich vermiest.

Die zweite Etappe:
Am nächsten Tag ließen wir die Boote an der Ausstiegsstelle vom Vortag zu Wasser. Gleich nach dem Start kam eine, je nach Wasserstand, interessante Stelle. Diese ließ sich jedoch auf der rechten Seite sehr gut befahren – und schon hatte uns UNA wieder. Auf der zweiten Etappe wurde der Fluss an einigen Stellen noch etwas herausfordernd. Ein paar der Gefälle und eine Stelle mit unerwartet hoher Wasserwucht (vergleichbar mit der Salza unterhalb des Lawinenschwalls) waren bei dieser Etappe noch das Salz in der Suppe.

Nach 8 Kilometern beendeten wir diese Tour, bevor der Fluss das bis an die Ufer verbaute Gebiet von Bosanska Krupa erreichte.

Fazit:
Die UNA ist ein wunderschöner Fluss, bietet zwischen Bihać und Bosanska Krupa ein Paddelerlebnis, welches auch leicht von Anfängern bewältigt werden kann.