Donautour

VON WIEN NACH BUDAPEST

Bericht + Fotos: Herr Jonathan Bonsels

Boot: ADVENTURE TEAM

Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkanadier (Schlauchboot, Luftboot)

Schon nach meiner ersten Erfahrung mit der TID hatte ich das Bedürfnis, mehr junge Menschen auf die Donauwanderfahrt aufmerksam zu machen. Denn die Idee der Völkerverbindung, und des Kulturaustausches, durch die Donau, finde ich sehr gut und gerade für Junge Menschen, die Europa kennen lernen wollen eine wunderbare Möglichkeit. Auf der Donau hat man die Möglichkeit sehr viele wichtige Dinge über unsere Nachbarn im Osten, deren Lebensweise und Kulturen, aber auch über das Flusssystem Donau und ihr wirtschaftlicher Einfluss auf Europa zu erfahren. Am wichtigsten aber ist mir die Natur, die den Fluss umgibt und die vielen Lebewesen, die an den Ufern der Donau zu beobachten sind. Mit dem Boot hat man eine wunderbare Chance, diese kennen zu lernen .

Dank der Organisation von Jannis Kaudelka konnten wir es uns in dem großen Manschaftskanadier „Team Adventure“, der Firma Grabner gemütlich machen.
Insgesamt bestand die Gruppe aus 10 Teilnehmern, alle im Alter zwischen 13 und 26 Jahren.
Wir hatten noch ein Begleitboot für das Gepäck. So fuhren 9 Menschen am Kanadier und einer mit dem Gepäckboot.

Wir trafen uns in Wien und hatten einen Tag Zeit, die Boote und das Gepäck auf stehendem Gewässer zu testen. Wir wussten nicht einmal ob das ganze Gepäck verstaut werden konnte. Aber es war möglich. Ich hatte schon ein Rundmail ausgeschickt indem ich zum Gepäckvolumen sparen aufrief. Es konnte sogar noch die Gitarre mit, die sich als eines der wichtigsten Gepäckstücke erwies. Eigentlich hatten sogar zwei Gitarren platz: Eine normale und eine Ukulele.
Die Stechmücken machten unser erstes gemeinsames Abendessen in einer mittelmäßigen Pizzeria zum schlimmsten Abendmal auf der gesamten Tour. Nach dem Abendessen zeigte ich noch ein paar Bilder von vorigen TID Touren, und dann verbrachten wir die erste Nacht in den Zelten.

Der eigentliche Start der Tour war aber erst am 22.7. auf der anderen Seite der Donauinsel, an einer unscheinbaren Einstiegstelle, in den fließenden Teil der Donau. Ab diesem Zeitpunkt lernten wir uns gegenseitig richtig kennen.
Wir hatten kaum Strömung, weil nicht weit Fluss abwärts das erste Staukraftwerk war. Danach ging es aber für Donauverhältnisse sehr rasant weiter. Die ersten Etappen waren eher kurz. Ideal um sich an Boot und Team zu gewöhnen. Im Laufe der Tage auf dem Wasser wechselten die Plätze auf den Booten durch, jeder konnte einmal jede Position besetzen.

Wir waren ein absolut bunt gemischter Haufen Menschen, trotzdem hatten wir Gemeinsamkeiten, die uns im Laufe der Tour zu einem richtig guten Team verschweißten.
Zum Beispiel wahren wir sehr musikalisch! Ich bin der Meinung das wir das musikalischste Boot auf der TID wahren. Man hat uns schon von weitem gehört. Ob auf dem Wasser oder am Land, irgendjemand hat immer gesungen! Die die nicht gesungen haben, hörten eben zu.
Wir wahren wohl das einzige Boot, das mit so vielen Menschen besetzt wahr. Das machte uns nicht gerade unauffällig. Schon bald wusste jeder von der „Jugendgruppe“ bescheid, die immer etwas später, aber doch meistens pünktlich eintraf.

Immer wieder beobachteten wir andere TID Teilnehmer wie sie, während sie lautlos an uns vorbei trieben, ihre Fotoapparate herausholten um uns und das große Luftboot zu fotografieren.

Der Grabner Mannschaftskanadier “Team Adventure“ hat uns sicher von Ort zu Ort gebracht. Das Boot zeichnet sich vor Allem durch seine Stabilität aus. Stabilität auf dem Wasser, aber auch das robuste, widerstandsfähige Material aus dem das Boot gebaut ist, macht die Reise sicher und angenehm. Aber was das Boot am besten kann ist Menschen zusammen bringen! Wir haben uns auf dieser Tour gut kennengelernt. Es sind neue Freundschaften entstanden die hoffentlich noch lange anhalten werden. Schon in Bratislava befürchteten wir den ersten großen Verlust erleiden zu müssen. Unsere jüngste Teilnehmerin hatte furchtbares Zahnweh und musste zum Arzt. Aber sie war wohl sehr tapfer und konnte weiter fahren.
Mittlerweile hatten wir schon die ersten Kontakte zu anderen TID Teilnehmern. Mit denen wir uns einen schönen Abend in Bratislava gönnten.

In Gabtcikovo beschlossen wir weiter zu fahren und wild zu campen. Wir hatten einen Geburtstag zu feiern, und der konnte nirgends so gut gefeiert werden wie auf der Kiesbank die wir fanden.

Leider mussten zwei Teilnehmer die Tour aus beruflichen Gründen schon in Komarno beenden. Aber auch mit zwei Menschen weniger an Board war das Boot noch gut zu fahren und wir konnten ohne Probleme mit dem unterbesetztem Boot die Etappenziele erreichen.

Im malerischen Dorf Szentendre kurz vor Budapest hatten wir eine ausgiebig lange Mittagspause mit Langosch und Eiskaffee. Unsere Mittagspausen waren immer sehr erholsam. Auf den schönsten Sandbänken und Inseln, die die Donau hier hatte, erholten wir uns im Schatten der Weiden.

Mit gleichmäßigen Paddelschlägen, natürlich zum Takt der ins Wasser platschenden Paddel singend, und der ruhigen Strömung der Donau fuhren wir zu unserem Ziel Budapest. Hier hatten wir noch einen recht regnerisch, nassen Abend. Aber das Wetter war wie schon zuvor immer sehr nett zu uns und gab uns die Möglichkeit alles nassgewordene noch einigermaßen zu trocknen bevor es für die Rückreise endgültig verstaut wurde. Nach einem wunderbaren Abendessen im „Pink Cadillac“ und einem kurzen Stadtrundgang machten wir uns zu sechst auf den Weg, per Zug nach Hause. Wer in Unser Abteil gesehen hätte müsste wohl glauben, dass wir sind zusammen aufgewachsen sind. Wir lagen kreuz und quer jeder wie er/sie es für angenehm empfand, ineinander verschlungen und verkreutzt mit den Sitznachbarn.

Der Zug ist eindeutig schneller als das Kanu aber wir währen niemals so im Abteil gesessen, wenn wir mit dem Zug nach Budapest gefahren währen. Und die Donau kann man nicht besser kennen lernen als auf einem Boot. Alles in Allem war diese Tour ein wunderbares, für alle unvergessliches Erlebnis. Und dank des guten Bootes, das uns treu fast dreihundert Kilometer getragen hat auch sehr erholsam.

 

Jonathan Bonsels