Donau

Passau bis Linz

  • Boot: EXPLORER 1

  • Teilnehmer: Erich Öllinger und Josef Mayrhofer

Tag 1

Es muß ja nicht immer Kreta oder Kroatien sein ...

Heuer wollten wir ein verlängertes Wochenende in Österreich paddeln.
Nämlich auf der Donau von Passau nach Linz, genauer gesagt von Wernstein am Inn bis Linz.

Am Donnerstag 7. Juni trafen wir uns samt Gepäck am Bahnhof in Stadt Haag.
Wir fuhren mit dem Zug (Radtramper) bis nach Wernstein am Inn. Wir wählten deshalb Wernstein, weil man dort sehr gut die Boote einsetzen kann, während wir uns dies direkt in Passau eher problematisch vorstellten. Von Wernstein sind es ca. 10 km bis zur Mündung des Inn in die Donau.

Gegen 10 Uhr vormittags kamen wir mit dem Zug in Wernstein an.
Vom Bahnhof Wernstein muß man nur eine Strasse überqueren und schon kann man bequem die Boote im Inn einsetzen.

Die 2 Boote hatten wir in 20 Minuten aufgebaut und schon gings los.

Bis Passau galt es das Kraftwerk Ingling zu umtragen, Bootswagen zum Umtragen war beim Kraftwerk vorhanden.

Nach dem Kraftwerk hatte der Inn eine angenehme Strömung, die ein zügiges Vorankommen ermöglichte. Kurz vor der Mündung gab es einige merkwürdige Strudel, die ein eigenartiges Gefühl im Boot hervorriefen, machte aber nichts, ein paar kräftige Paddelschläge und man konnte wieder das Umfeld geniessen.

Bestaunt von vielen Menschen an der Uferpromenade durchquerten wir Passau, das war schon ein recht erhebendes Gefühl fast mitten durch die Stadt zu paddeln.

Auf der Donau ging es anfangs auch noch recht zügig dahin, zwar mit Gegenwind aber durch die Strömung war es doch sehr angenehm zu paddeln.

Relativ rasch ließ die Strömung aber durch den Staubereich des Kraftwerks Jochenstein nach, und durch den doch recht kräftigen Gegenwind wurde das Vorwärtskommen dann eher mühsam.

Um 19 Uhr kamen wir beim Kraftwerk Jochenstein an. Die Bootswagen zum Umtragen mußten hier von der Einsetzstelle unterhalb des Kraftwerks abgeholt werden. Und wenn wir die Hinweistafel beim Kraftwerk gelesen hätten, hätten wir den Schlüssel für die Bootswagen gleich mitgenommen und hätten nicht 2 x gehen müssen ....

Wir paddelten dann noch bis Engelhartszell, wo es beim Freibad direkt neben der Donau auch einen kleinen gemütlichen Campingplatz gibt, auf dem wir im Zelt übernachteten.

Tag 2

Am nächsten Morgen ging es dann vorerst bei Windstille zügig Richtung Schlögener Schlingen voran.

Erwähnenswert scheint uns noch, dass im gesamten Verlauf der Donau ein Aussteigen am Ufer relativ problemlos möglich ist, man darf sich halt nicht überall einen Steg erwarten.

Die Schlögener Schlingen zu durchfahren ist wirklich ein sehr schönes Erlebnis, wenn, ja wenn da nicht zig Motorboote wären, die den ganzen Tag offensichtlich diesen Teil der Donau stromauf und stromab hin und her fahren.

Manche der motorisierten Kollegen fanden es dabei witzig wenige Meter an uns Paddlern vorbeizufahren.

An diesem Tag paddelten wir noch weiter vorbei an Obermühl (ganz in der Nähe in Kirchberg ob der Donau werden die GRABNER Luftboote produziert!) bis zum Gasthaus in der Exlau.

Dort übernachteten wir im Matratzenlager. Übrigens kann man in diesem Gasthaus ausgezeichnet essen!

Tag 3

An diesem Tag ging es vorbei an Untermühl bis zum Kraftwerk Aschach.

Der erste Teil bei völliger Windstille zeitig in der Früh war stimmungsmäßig wohl der schönste Teil der Strecke. Die Motorboot Kapitäne schliefen wohl noch alle, und das war gut so ...

Ab dem Kraftwerk Aschach ist die Gegend auf Grund des Eferdinger Beckens nicht mehr ganz so spannend wie vorher.

Wir paddelten noch einige Stunden, und ließen uns dann am Nachmittag von unseren Frauen mit dem Auto abholen.

 

Unsere Zusammenfassung:

Für eine 2 bis 3 Tagestour ist das eine sehr schöne Strecke. Uns hat es sehr gut gefallen, wir werden wohl demnächst eine weitere Tour auf der Donau machen, wahrscheinlich von Grein weg durch die Wachau ...