Paddeltour

Cres-Losinj 2011

Route: Cres – Valun –Martinscica – Osor - Mali Losinj 

 

Von - Bis: 11.06.2011 bis 15.06.2011

 

Boote: 2 x RIVERSTAR 

 

Teilnehmer: Michael Pröll, Guido Pröll, Josef Mayrhofer, Erich Öllinger

 

Bericht: Erich Öllinger

2 Jahre  wollten Josef und ich diese Tour schon machen, leider kam immer etwas dazwischen. Fast schien es als ob unser Vorhaben nichts werden sollte.

Dann plötzlich ging alles wie von selbst. Eine Frage – mehr oder weniger nebenbei gestellt – an meinen Kollegen Michael Pröll, ob er Interesse hätte mitzumachen, die Antwort darauf so wie ich das mag: Kein „Vielleicht“ oder „Ja, aber“ sondern eindeutig und in diesem Fall ein klares „Ja“.
Schnell war ein möglicher Termin fixiert und ein weiterer Mitpaddler in Person von Guido Pröll (Bruder von Michael Pröll) gefunden.

 

Am Freitag 10. Juni mittags ging es los. Mit dem Auto über Graz – Zagreb – Krk zur Fähre nach Cres. Der Plan war um ca. 19:15 in Valbiska anzukommen, da eine Fähre um 19:45 ablegen sollte.
Punkt 19:15 waren wir in Valbiska (Originalton des Fahrers Michael Pröll: „Ihr habt ja gesagt um 19:15 sollen wir ankommen“…)
Auf Cres selbst hatten wir in der Marina ein Apartment für 4 Personen bestellt. Das stellte sich als Apartment für 2 Personen + Zusatzbett heraus, aber für eine Nacht konnten wir auch damit leben.

Den Samstagvormittag verbrachten wir mit Testfahrten + Foto-Aufnahmen eines neuen Bootes für die Saison 2012, welches, darf hier leider noch nicht verraten werden.

Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)

Erste Etappe:

Um ca. 13:00 brechen wir zur ersten Etappe nach Valun auf, die für die Eingewöhnung etwas kürzer gewählt ist.
Von der Marina Cres paddeln wir zuerst zum Campingplatz Kovacine/Cres. Im dortigen Campingplatz-Restaurant, das irgendwie noch einen Rest-Kommunismus-Charme besitzt, beschließen wir eine Kleinigkeit zu essen, die sich als geschmacksneutral entpuppt und uns den Aufbruch leicht macht.

In südwestlicher Richtung paddeln wir Richtung Valun. Wir nehmen nicht gleich den direkten Weg, sondern paddeln vorerst entlang der Küste, um dann aber doch die Bucht zu queren. Es herrscht Westwind  und ca. 0,4 m hohe Wellen. Wir kommen sehr zügig voran, nach etwa 2,5 h erreichen wir Valun.

Im ersten Lokal wo das Anlanden möglich ist, stärken wir uns mit einem Getränk. Die Gäste des Lokals sprechen offensichtlich alle Deutsch, nein, eher Österreichisch. Wir bekommen Gesprächsfetzen über Beschwerden übers Essen, Strabag Aktien und sonstige Wichtigkeiten mit, die einem in einer solchen Situation schnell auf die Nerven gehen können.

Der Campingplatz in Valun liegt etwas außerhalb des Ortes, wir paddeln zum dazu gehörigen Strand und bauen unsere Zelte nah wie möglich am Meer auf.
Den Abend verbringen wir im Ort, nach dem Abendessen muss ich noch eine empfindliche Niederlage beim Kartenspielen einstecken (Schneider beim Schnapsen!).

In einem Lokal am Ortsrand können wir die örtliche Küstenpolizei beim Umtrunk beobachten, es wird wohl alkoholfreies Bier gewesen sein, das die Herren da konsumierten …

Um 22:00 Uhr sind wir in den Zelten, am nächsten Tag wartet die längste Etappe unserer Tour auf uns.

Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)

Zweite Etappe:

Um 7:00 sind wir wach und eigentlich paddelbereit. Wir müssen allerdings noch unsere „Zeltnummer“ im Ort abgeben,  was wir mit einem Frühstück verbinden.

Bei der Rückkehr am Campingplatz baut gerade ein Herr aus Stuttgart seinen HAPPY CAT am Strand auf. Wir kommen ins Gespräch, er erzählt uns, dass er sich den HAPPY CAT als Belohnung dafür gekauft hat, weil er das Rauchen aufgehört hat. Er ist sehr zufrieden mit dem HAPPY CAT, ein paar Kleinigkeiten werden an Ort und Stelle mit Michael Pröll ausdiskutiert.

Ca. 8:30 starten wir die heutige Paddeletappe. Ziel ist der Campingplatz Slatina beim Ort Martinscica.
Wir starten in nordwestliche Richtung bei Nordostwind und ca. 0,5 m Wellen. Trotz des Gegenwindes kommen wir zügig voran. Durch die relativ geringe Höhe unserer RIVERSTAR Boote ist die Windanfälligkeit nicht sehr groß.
Unsere Geschwindigkeit liegt bei 4 – 6 km/h (lt. GPS)

Ab der Nordspitze der Halbinsel Pernat haben wir dann den Wind im Rücken. Das ergibt eine Geschwindigkeit (bei entspanntem Paddeln) von 6 – 8 km/h. Es ginge auch noch schneller, aber wozu? Der Weg ist wieder einmal das Ziel …

Unterhalb des bekannten Ortes Lubenice legen wir zur Mittagszeit eine Rast ein. Es gibt in dieser Bucht zwar ein kleines Haus, wo vielleicht zur Hauptsaison Getränke verkauft werden, jetzt allerdings ist sie bis auf ein paar Badende leer.
Gut dass wir genügend Wasser und Kleinigkeiten zu essen mit haben.
In der Bucht gibt es keine merkliche Luftbewegung und zu Mittag auch fast keinen Schatten, dadurch ist es sehr heiß. Eigentlich fühlen wir uns während des Paddelns wohler, wir brechen daher schon nach einer halben Stunde wieder auf.

Kurz nach Lubenice gibt es unterwegs die „Blaue Grotte“  (Bucht Zanja) zu besichtigen. Das tun wir natürlich auch, wir fahren mit den Booten so weit wie möglich in die Grotte. Schon bald kommt es jedoch zum ersten „Kopfkontakt“ mit den Felsen und wir kehren um.

Bereits am frühen Nachmittag erreichen wir begünstigt durch den steten Rückenwind den Campingplatz Slatina. Am nördlichen Ende des Campingplatzes gibt es ein Restaurant, das wir aus früheren Urlauben unter der Bezeichnung „Josef“ kennen.
Da unser teilnehmender Josef sehr durstig ist (aber auch alle anderen Paddler), kehren wir  vorerst einmal auf ein Bier beim Restaurant-Josef ein. Unser sehr durstiger Josef bestellt sich anschließend ein weiteres Bier, der Kellner bringt eine weitere Runde, das ist aber OK, wir sind ja „Im Urlaub und nicht auf der Flucht“ (Zitat sehr durstiger Josef)

Wir finden direkt am Strand einen Zeltplatz. Den Abend verbringen wir im Ort Martinscica bei einem gemütlichen Abendessen.

Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
 
 
 

Dritte Etappe:

Unsere dritte Etappe führt uns von Martinscica nach Osor, dem Ort der die Inseln Cres und Losinj verbindet.

Bei weiterhin konstantem Nordostwind ist das Paddeln nicht übermäßig  anstrengend und ein zügiges Vorankommen garantiert.

In der Bucht von Ustrine machen wir eine Pause. Auch hier gibt es wie unterhalb von Lubenice keine Verpflegungsmöglichkeit, es gibt nur einige Häuser von deren Besitzern/Mietern wir eher argwöhnisch beobachtet werden.

Da wir wieder früher als geplant im heutigen Zielpunkt der Etappe – Osor – eintreffen, unternehmen wir nach dem Mittagessen (direkt bei der Brücke, empfehlenswert!) eine Stadtbesichtigung. Der Ort ist sehenswert, etwas außerhalb gibt es Ausgrabungen.

Da der Tag noch relativ jung ist, beschließen wir bis Nerezine weiterzupaddeln.
Wir benutzen den Kanal und paddeln auf der Ostseite der Insel Losinj weiter.

Auf dem Campingplatz in Nerezine verbringen wir die Nacht.
Am Abend entwickelt sich der erste Teil eines Bauernschnapser-Städte-Vergleichskampfes Mauthausen gegen Haag.
Die Brüder Pröll gewinnen schlussendlich knapp - aber auf Grund des sichtlich vorhandenen Ehrgeizes - nicht unverdient.

Die abendliche Fischplatte im Ort hält nicht ganz den Erwartungen stand, preislich liegt sie bei ca. 20,-- EURO pro Person.
Generell kann zu den Preisen in Kroatien gesagt werden, dass momentan alles noch relativ günstig ist, in 2 Jahren wird sich das wahrscheinlich schlagartig ändern …

Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)

Vierte Etappe:

Für unsere letzte Etappe ist Mali Losinj als Zielpunkt vorgesehen. Der Wind hat etwas aufgefrischt und kommt jetzt aus ONO. Die Wellen erreichen eine Höhe, die es erlaubt auf den Wellen zu surfen. Das macht Spaß, gestaltet diese Etappen allerdings anstrengender als die vorhergehenden.

Nach ca. einem Drittel unserer Wegstrecke machen wir eine Rast in einer Bucht: Richtig, natürlich wieder ohne Verpflegungsmöglichkeit. Zufällig begegnen wir einer Frau, die gerade zu Ihrem Häuschen unterwegs ist.
Ich frage sie, ob wir unseren Wasservorrat auffüllen dürfen, was sie bejaht. Auf dem Weg fragt sie mich, ob es uns etwas ausmache, dass das Wasser aus einer Zisterne stammt.
Bei ihrem Haus angelangt, stellt sie mich ihrem Mann vor: „Der junge Mann möchte nur seinen Wasservorrat auffüllen“:  Zisterne hin oder her, alleine auf Grund der Vorstellung war das Wasser ausgezeichnet …

Kurz nach Mittag erreichen wir den Campingplatz Poljana. Campingplatz Restaurants sind ja im Allgemeinen so eine Sache, in diesem Fall ist es allerdings wirklich uneingeschränkt empfehlenswert. Vernünftige Preise und ausgezeichnete Qualität – so soll es sein!

Wir nutzen kurz vor Mali Losinj den Kanal, um direkt in den Hafen von Mali Losinj zu paddeln.

Während der ganzen Tour sind wir keinem einzigen Paddler begegnet, was uns doch erstaunt hat.
Die Begegnungen mit Motorbooten verliefen respektvoll, sobald wir gesehen wurden, wurde ein großer Sicherheitsabstand eingehalten offensichtlich um uns nicht durch die entstehenden Wellen zu belästigen.
Nicht aber so im Hafen von Mali Losinj, wo uns ein Polizeiboot relativ nahe kam, naja, diese Herren haben Rücksicht wohl nicht nötig …

Nach einer Pause im  Hafen von Mali Losinj paddeln wir zurück zum Campingplatz Poljana, wo wir unsere letzte Nacht unserer Tour verbringen.

Am nächsten Tag fahren wir zu zweit mit dem Bus nach Cres zurück um unser Auto abzuholen.

Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
Grabner Schlauchkajak (Schlauchboot, Luftboot)
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Zusammenfassung:

Eine schöne Tour, die in 4 Etappen leicht zu machen ist.

Unsere Boote – GRABNER RIVERSTAR – vermitteln einen sehr sicheren und bequemen Eindruck.  Dabei ist klar: In der möglichen Höchstgeschwindigkeit kommen sie nicht an starre Seakajakboote heran, in punkto Komfort und Sicherheit aber auf jeden Fall.

Die oft zitierte Windanfälligkeit von Schlauchbooten hält sich durch die geringe Freibordhöhe beim RIVERSTAR in Grenzen.

Mal sehen, wo uns die nächste Tour hinführt …